Auf dieser Seite werden von Zeit zu Zeit Analysen des Riesener Wassers
veröffentlicht.
TRINKWASSERBEFUNDE
2026
Kein TFA im Riesener Trinkwasser
TFA (Trifluoressigsäure) ist eine sehr stabile, gut wasserlösliche organische Fluorverbindung. Sie ent-steht als Abbauprodukt verschiedener fluorierter Stoffe – etwa bestimmter Pflanzenschutzmittel, Käl-temittel und PFAS (Per- und Polyfluorierte Alkylsubstanzen, eine Gruppe von tausenden künstlich hergestellten Chemikalien, die extrem stabil, wasser- und fettabweisend sind und sich kaum abbauen und daher auch „Ewigkeitschemikalien" genannt) – und wird nicht gezielt hergestellt oder eingesetzt.
Aufgrund ihrer hohen Persistenz und Mobilität verbreitet sich TFA über Luft und Niederschlag großräu-mig und reichert sich in Gewässern und Böden an; ein natürlicher Abbau findet praktisch nicht statt. Sie zählt daher zu den sogenannten „Ewigkeitschemikalien". Anders als viele andere PFAS reichert sich TFA nach aktuellem Kenntnisstand jedoch nicht in nennenswertem Maße im menschlichen Körper an.
Der Mensch nimmt TFA vor allem über Trinkwasser und Lebensmittel auf. Die gesundheitlichen Auswir-kungen sind noch nicht abschließend erforscht; vorsorglich gilt TFA aber als umweltrelevanter Stoff, der zunehmend im Fokus der Wasseranalytik steht.
Befunde in Bayern: An über 1.043 Grundwassermessstellen wurde TFA nachgewiesen (Median [mittlerer Messwert]: 1,3 µg/L; Maximum: 18 µg/L). An einzelnen Messstellen wurde damit der Orientierungswert (vorläufige, rechtlich nicht bindende Bewertungsgrundlage) von 10 µg/L überschritten.
2026
2025
2020
2019
Mangels Sachargumenten scheint den verantwortlichen Mitarbeitern des LRA jedes Mittel willkommen zu sein, um den VfsW zu diskreditieren. So hat Amtsarzt Dr. Stefan Günther wiederholt mündlich und schriftlich behauptet, der VfsW würde die Befunde der Wasserproben "manipulieren", als ob es möglich wäre, 30 Jahre lang ein schlechtes Wasser auf gut untersuchen zu lassen. Vom Labor selbst durch-geführte Kontrollmessungen im Juni 2019 haben übrigens die einwandfreien Meßergebnisse der zerti-fizierten Probenehmer des VfsW bestätigt.
2018
2017
BEFUNDE PHYSIKALISCH/ CHEMISCHER PARAMETER
Auf Grundlage des 2014 in Zusammenarbeit mit einem unabhängigen Sachverständigen und einer Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes erarbeiteten Probenahmeplans, der bis zum 31. Dezember 2018 gültig war, mußte neben der Mikrobiologie nur noch auf Nitrat und TOC untersucht werden. Alle anderen Parameter haben sich laut Gutachter für die Riesener Versorgungsanlage als nicht relevant herausgestellt, um regelmäßig untersucht zu werden. Und jetzt, mit dem Inkrafttreten der 11. Novel-lierung der TrinkwV am 1. Januar 2019 soll dieser Probenahmeplan plötzlich seine Gültigkeit verloren haben, obwohl eine aktuelle umfassende Untersuchung vom November 2018 erneut bewiesen hat, daß sich die Ergebnisse gegenüber den Werten von 2014 und sogar auch von 2008 und 2007 nicht verändert haben. Die Meßwerte einiger Stoffe haben sich sogar noch verbessert.
2018
LANGFRISTIGE SICHERUNG DER WASSERQUALITÄT
HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Schon vor fast 20 Jahren hat das Geowissenschaftliche Büro Dr. Heimbucher GmbH in einem Schreiben an den damaligen Pfarrer von Steingaden, für die Kirchenstiftung als Eigentümer des Riesener Sees, darauf hingewiesen, welche Bedeutung das Zusammenspiel von Trinkwassergewinnung und Riesener See hat. Ein hydrogeologisches Gutachten hat festgestellt, dass der Grundwasserzustrom aus östlichen Richtungen erfolgt, in deren Bereich auch der Riesener See liegt.
Auszug aus dem Gutachten der GeoUmweltTeam GmbH vom 23.02.2011
Der Pegelstand im Quellschacht sichert die Wasserqualität. Die eingesetzte Tauchpumpe mit geringer Leistung fördert ungefähr die Wassermenge, die die Quelle hervorbringt. Dadurch wird sichergestellt, daß eine Verkeimung des Quellwassers ausgeschlossen wird, was die regelmäßigen Probenahmen (nach der TrinkWV) eindrucksvoll belegen.
Anmerkung des Vereins
PEGELSTÄNDE im QUELLSCHACHT
Messungen aus dem Jahr 2019, beschrieben und grafisch dargestellt finden sie hier.
KONTINUIERLE TRÜBUNGSMESSREIHE 2019
Kontinuierliche Trübungsmeßwerte vom 18.01.2019 bis 21.02.2019 während akuter Überflutung der Schutzzone I und angrenzender Flächen mit Schmelzwasser und Niederschlägen durch das GeoUmweltTeam GmbH. Die tadellosen Meßwerte konterkarieren das Lehrbuchwissen über sogenannte "Flachbrunnen"! Die entsprechende Grafik finden Sie hier: